Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie

POP

Die psychoanalytisch orientierte Psychotherapie, kurz POP genannt, ist eine vom Bundesministerium für Gesundheit gesetzlich anerkannte psychotherapeutische Methode. Sie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren.

POP ist ein Therapieverfahren, welches sich von der Psychoanalyse herleitet. Sie baut auf derselben Theorie, nämlich auf der psychoanalytischen Theorie der unbewussten Motivation, der psychischen Struktur und der Psychodynamik auf. POP stellt eine Anwendungsform der psychoanalytischen Methode dar. Der psychoanalytische Wissenskanon in Form von psychoanalytischer Persönlichkeits-, Krankheits- und Behandlungstheorie bildet den theoretischen und konzeptuellen Rahmen von POP.

Mit einer psychoanalytisch orientierter Psychotherapie kann eine große Zahl von Patienten und Patientinnen mit den unterschiedlichsten Problemlagen behandelt werden.

Meine Arbeit basiert auf einem gemeinsamen Verstehens- und Erlebensprozess, in dem der persönliche Kontakt im Rahmen eines therapeutischen Arbeitsbündnis, also einer hilfreichen Beziehung stattfindet.

Der Erfolg psychoanalytisch begründeter Psychotherapie beruht darauf, dass Therapeut und Patient zusammen einen interaktionellen Raum öffnen, in welchem in einem intensiven Prozess unbewusste Konflikte und Beziehungsstrukturen verstanden und verarbeitet werden können und so neues Erleben möglich wird.

Psychische Erkrankungen

Angststörung

Als Angststörung werden intensive, lang anhaltende Angstzustände bezeichnet. Die Angst ist dabei so groß, dass sie für die meisten außenstehenden Personen nicht nachvollziehbar erscheint. Die Angststörung schränkt die psychische und soziale Funktionsfähigkeit ein. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Spezifische Ängste – sogenannte Phobien (z.B. vor Höhe oder Spinnen). Angststörungen können sich stark auf das Alltagsleben auswirken. Sie erhöhen zudem das Risiko für eine Depression sowie Abhängigkeitserkrankungen (z.B. Alkoholabhängigkeit).

Depression

Stimmungsschwankungen treten im Alltag häufig auf. Woran erkennt man nun eine echte Depression? Bei dieser treten sogenannte Kernsymptome und noch mögliche weitere Symptome auf. Zu den Hauptsymptomen zählen depressive, gedrückte Stimmung bzw. „innere Gefühlsleere“, Interesse- und Freudlosigkeit sowie verminderter Antrieb, rasche Ermüdbarkeit (selbst nach kleineren Anstrengungen) Einschränkungen der Aktivität.

Beziehungsprobleme

Probleme und Krisen am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft und in der Familie. wie z. B. nicht mehr miteinander reden können, Trennung, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und sexuelle Probleme können eine Indikation für Psychotherapie sein.

Sucht

Abhängigkeit bzw. Sucht hat viele Gesichter. Neben den stoffgebundenen Abhängigkeiten (z.B. Alkohol) gibt es auch solche, die nicht an Stoffe gebunden sind (z.B. Internetsucht). Einige werden hier vorgestellt. Zudem finden Sie eine Übersicht über Verhaltenssüchte z.B. Sex- oder Spielsucht. Unter diesem Link Erfahren Sie auch, was Sie als Angehörige oder Personen im näheren Umfeld tun können.

Trauer und Verlust

Leben und Tod sind unzertrennlich miteinander verbunden. Dennoch sind die Themen Sterben und Trauer mit vielen Tabus behaftet. Der Verlust eines nahestehenden Menschen stellt meist einen bedeutenden Einschnitt im Leben dar. Es gibt keine richtige oder falsche Art zu trauern. Jede/jeder trauert anders. Trauer ist eine gesunde Reaktion, keine Krankheit. Trauerprozesse verlaufen oft in Phasen. Sollten Sie Unterstützung in dieser Zeit brauchen, können Sie sich bei mir melden!

Häufige gestellte Fragen

Es bedeutet, dass man verpflichtet ist, regelmäßig in Supervision zu gehen und seine therapeutischen Prozesse mit LehrtherapeutInnen anonym zu reflektieren. Die LehrtherapeutInnen achten dabei auf die Qualität meiner Arbeit und des therapeutischen Prozesses.

Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision können nicht über die Krankenkasse verrechnen.

Eine Sitzung dauert 45 Minuten und kann je nach Indikationsstellung 2x wöchentlich stattfinden.

Als Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision kann ich nicht mit den Krankenkasse abrechnen.

Da eine psychotherapeutische Behandlung ein individueller Prozess ist, kann ich Ihnen das so pauschal nicht beantworten. Die insgesamte Behandlungsdauer hängt von der jeweiligen Indikationsstellung und Ihren Anliegen ab.

Selbstverständlich unterliege ich einer strengen Verschwiegenheitspflicht, die eine Voraussetzung für ein offenes Gespräch ist.

Die strenge Verschwiegenheitspflicht ist für den psychotherapeutischen Prozess eine äußerst wichtige Angelegenheit. Alles was im Rahmen der Therapie besprochen wird, bleibt in diesem geschützten Rahmen.

Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sowie ihre Hilfspersonen sind gemäß
§ 15 Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990, zur Verschwiegenheit über alle ihnen in
Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse
verpflichtet.

Am besten melden Sie sich persönlich bei mir um einen Termin für das Erstgespräch zu vereinbaren oder Ihre Fragen zu beantworten.

Eine Sitzung kostet 50€

Die Kosten für eine Psychotherapie können unter gewissen Umständen steuerlich absetzbar sein! Dabei können diese Kosten unter die Kategorie „außergewöhnliche Belastung“ fallen und somit im Rahmen der ArbeitnehmerInnen-Veranlagung oder Einkommenssteuererklärung steuermindernd angeführt werden.

Dabei gilt, je höher die außergewöhnlichen Belastungen im Verhältnis zum Einkommen innerhalb eines Kalenderjahres sind, desto höher ist die steuerliche Absetzbarkeit vorhanden.

Alle weiteren Details klären Sie am besten mit einer Steuerberatung ab! Ebenso können Sie weitere Infos von der Arbeiterkammer oder der BMF Websites unter diesen Link bekommen.

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/steuerundeinkommen/steuertipps/Aussergewoehnliche_Belastungen.html

https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/arbeitnehmerinnenveranlagung/was-kann-ich-geltend-machen/aussergewoehnliche-belastungen/aussergewoehnliche-belastungen-mit-selbstbehalt.html

Bei folgenden Problemen kann es sinnvoll sein eine Psychotherapie aufzusuchen:

  • Ängste, die Ihre Lebensqualität einschränken Ihnen anbieten kann.
 
  • Belastende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen wie z. B. immer wiederkehrende Gedanken, der Drang, sich immer wieder zu waschen oder zuzusperren usw.
 
  • Depressionen, Antriebslosigkeit
 
  • Starke Nervosität, Hyperaktivität
 
  • Süchte wie z. B. Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Essen, Spielen, Drogen usw.

 

  • Psychosomatische Erkrankungen, also Krankheiten, die mit ungelösten und belastenden psychischen Problemen zusammenhängen. Das können z. B. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, entzündliche Darmerkrankungen, Migräne, Magersucht, Fettsucht, Ess- und Brechsucht, Asthma bronchiale, Bluthochdruck und Allergien sein.

 

  • Funktionelle Störungen, das sind häufig wiederkehrende körperliche Beschwerden, die keine organische Ursache haben, wie z. B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, sexuelle Probleme, Atemnot, Herzbeschwerden und Verspannungen. Ebenso können diese Symptome auch durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden. Dabei ist es wichtig mögliche körperliche Ursachen abklären zu lassen.

 

  • Belastende Lebenssituationen und Lebenskrisen wie z. B. bei schweren oder chronischen Erkrankungen, bei einer Behinderung, beim Verlust von Partnern, Kindern oder Eltern oder auch beim Verlust des Arbeitsplatzes.

 

  • Probleme und Krisen in der Partnerschaft und in der Familie wie z. B. sexuelle Probleme, nicht mehr miteinander reden können, Trennung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern.

Wenn einer der folgenden Sätze für Sie zutrifft, ist es sinnvoll, eine Psychotherapie aufzusuchen.

  • Es plagen mich oft Gedanken, über die ich mit niemandem zu sprechen wage (Scham- und Schuldgefühle, Hassgefühle, Unzulänglichkeitsgefühle, das Gefühl, verfolgt oder fremdbestimmt zu werden, …). 
 
  • Seit längerer Zeit halte ich mich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs-, oder Schlafmitteln (Psychopharmaka) aufrecht.
 
  • Ohne ersichtlichen Grund bekomme ich rasendes Herzklopfen und Angst, dass ich sterben muss.
 
  • Ich habe Ängste, die mich belasten oder einschränken: z. B. vor dem Kontakt mit meinen Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Prüfungen.
 
  • … fühle mich krank oder habe Schmerzen, obwohl mich der Arzt für organisch gesund erklärt hat oder medizinische Befunde keine ausreichende Erklärung dafür bieten.

 

  • … fühle mich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.
  • … bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.

 

  • … bin traurig und vereinsamt.

 

  • … befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z. B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle, …), die schwer zu bewältigen ist.

 

  • … denke manchmal an Selbstmord.

 

  • … lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.

 

  • … fühle mich durch meine Kinder dauerhaft überfordert.

 

  • … habe wiederkehrend große Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z. B. am Arbeitsplatz).

 

  • .. bin süchtig – nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen.

 

  • … fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z. B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln, …), obwohl dies mein Leben sehr einengt.

 

  • … sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.

 

  • … komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.

 

  • … habe Angst vor Entscheidungen, und das quält mich.