Freund-Psychotherapie, 1140 Wien
Psychotherapie bei Burnout
in 1140 Wien
Sie funktionieren noch, aber innerlich fühlt es sich an, als wäre nichts mehr übrig. Schlaf bringt keine Erholung mehr, selbst kleine Aufgaben kosten unverhältnismäßig viel Kraft, und was Ihnen früher Freude gemacht hat, lässt Sie heute kalt.
Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand geworden ist, lohnt es sich, genauer hinzusehen, nicht nur auf die Symptome, sondern auf das, was darunter liegt. In meiner Praxis in Penzing begleite ich Sie mit psychoanalytisch orientierter Psychotherapie auf diesem Weg.
Vincenz Freund · Psychotherapeut (Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie)
Aktuell freie Plätze für Erstgespräche · Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, auf Wunsch per Rückruf
Woran sich ein Burnout zeigt
Ein Burnout entwickelt sich meist schleichend, über Monate oder Jahre. Oft beginnt es mit hohem Engagement und großen Erwartungen an sich selbst, bis die Kraft langsam schwindet. Viele der folgenden Anzeichen kennen Betroffene aus eigener Erfahrung:
- Anhaltende Erschöpfung: auch nach Schlaf oder Wochenende fühlen Sie sich nicht erholt.
- Nicht mehr abschalten können: die Gedanken kreisen weiter, auch abends und im Urlaub.
- Innere Leere und Freudlosigkeit: was Sie früher getragen hat, erreicht Sie nicht mehr.
- Zynismus und Distanz: eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber Aufgaben und Menschen.
- Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme: Kleinigkeiten bringen Sie aus der Fassung, Einfaches fällt schwer.
- Körperliche Beschwerden: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen, Magen-Darm-Beschwerden.
- Sozialer Rückzug: Verabredungen kosten Kraft, die Sie nicht mehr aufbringen.
- Das Gefühl, nur noch zu funktionieren: Sie erledigen, was ansteht, aber Sie sind nicht wirklich dabei.
Anhaltende Erschöpfung kann auch körperliche Ursachen haben – etwa eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder einen Eisenmangel. Wenn Sie das noch nicht abgeklärt haben, ist der Weg zur Hausärztin oder zum Hausarzt ein sinnvoller erster Schritt. Melden Sie sich gerne trotzdem – beides schließt einander nicht aus.
Burnout, Erschöpfung oder Depression?
Der Begriff „Burnout“ wird im Alltag oft unscharf verwendet – für vorübergehende Müdigkeit ebenso wie für schwere Erschöpfungszustände. Die Weltgesundheitsorganisation führt Burn-out in ihrer Klassifikation ICD-11 nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Phänomen, das sich auf den beruflichen Kontext bezieht: chronischer Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wurde.
Diese Unterscheidung ist nicht bloß akademisch. Sie entscheidet darüber, was hilft. Eine depressive Episode braucht eine andere Behandlung als eine berufsbezogene Erschöpfung, und eine Angsterkrankung wieder eine andere.
Hinter dem, was sich wie ein Burnout anfühlt, kann sich auch eine Depression, eine Angststörung oder eine psychosomatische Erkrankung verbergen. Eine sorgfältige Einordnung dessen, was im Vordergrund steht, ist deshalb die Voraussetzung jeder sinnvollen Behandlung, und keine Schwäche, sondern Teil seriöser psychotherapeutischer Arbeit.
Mehr dazu: Psychotherapie bei Depression, bei Angststörungen und bei psychosomatischen Beschwerden.
Was steckt unter der Erschöpfung?
Viele Menschen geraten nicht aus Schwäche in ein Burnout, sondern aus einer inneren Haltung heraus: aus Pflichtgefühl, aus dem Anspruch, allen Erwartungen zu genügen, aus der Schwierigkeit, Nein zu sagen, oder aus der leisen Sorge, sonst nicht zu genügen. Häufig ist der eigene Wert eng an Leistung gekoppelt, und ein strenger innerer Kritiker treibt weiter an, lange nachdem der Körper bereits Halt fordert.
Erschöpfung ist oft das Ende einer langen Geschichte, nicht ihr Anfang.
Genau hier setzt die psychoanalytisch orientierte Psychotherapie an. Sie fragt nicht nur, wie Sie wieder funktionieren, sondern warum Sie über Ihre Grenzen hinweggegangen sind, und welche oft unbewussten Muster Sie immer wieder dorthin führen. Solche Muster haben häufig ihre Wurzeln in frühen Beziehungserfahrungen und wirken im Verborgenen weiter. Das ist ein Grund, warum reines Ausruhen oder Stressmanagement allein oft nicht trägt: Der innere Antreiber bleibt unberührt.
Im geschützten therapeutischen Raum entsteht die Möglichkeit, diese Zusammenhänge zu verstehen und im gemeinsamen Erleben spürbar zu machen. Wiederkehrende Beziehungs- und Belastungsmuster werden sichtbar, und damit veränderbar. Das Ziel ist nicht, möglichst rasch wieder „zu funktionieren“, sondern eine tragfähigere, mildere Beziehung zu sich selbst zu entwickeln.
Wie eine Behandlung bei mir abläuft
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Erstgespräch und Kennenlernen
In einem ersten Gespräch lernen wir uns kennen. Sie schildern Ihr Anliegen, wir klären offene Fragen und spüren gemeinsam, ob die Zusammenarbeit für Sie stimmig ist. Sie entscheiden danach in Ruhe – das Erstgespräch verpflichtet Sie zu nichts.
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Klärung von Anliegen und Rahmen
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, halten wir fest, worum es gehen soll. Wir klären den Rahmen: wie häufig wir uns sehen, zu welcher Uhrzeit, über welchen Zeitraum wir zunächst planen. Beides bleibt veränderbar – was am Anfang im Vordergrund steht, verschiebt sich im Lauf einer Therapie häufig.
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Der therapeutische Prozess
In der Regel sehen wir uns einmal pro Woche. Wir arbeiten an dem, was Sie belastet, und an dem, was darunter liegt. Das geschieht nicht nach einem festen Programm, sondern entlang dessen, was sich im Gespräch zeigt. Veränderung kündigt sich meist im Alltag an, bevor sie sich erklären lässt: Eine Situation, die früher überfordert hat, wird bewältigbar. Ein Satz, den Sie sonst hinuntergeschluckt hätten, kommt heraus.
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Rahmenbedingungen und Verschwiegenheit
Eine Einheit dauert 45 Minuten und kostet 100 Euro. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist nicht möglich; die Behandlung erfolgt als Selbstzahlerleistung. Alles, was in der Therapie besprochen wird, unterliegt der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht gemäß § 15 Psychotherapiegesetz.
Ein Erstgespräch verpflichtet Sie zu nichts. Sie schauen sich an, ob es für Sie passt.
Krankenstand, Arbeit und Therapie
Viele Menschen kommen mit einer sehr praktischen Frage: Muss ich in den Krankenstand? Und kann mir eine Psychotherapie dabei helfen?
Zur Klarstellung vorweg: Eine Krankschreibung kann ich nicht ausstellen. Das ist Ärztinnen und Ärzten vorbehalten – Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder einer Fachärztin für Psychiatrie. Wenn Sie eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung brauchen, ist das der richtige Weg, und ich empfehle ihn ausdrücklich, wenn Ihre Erschöpfung Sie an der Arbeit hindert.
Was Psychotherapie leisten kann, liegt woanders. Ein Krankenstand schafft Zeit – er beantwortet aber nicht die Frage, warum es so weit gekommen ist. Viele Menschen erleben, dass sie nach vier Wochen Auszeit erholt zurückkehren und nach zwei Monaten wieder am selben Punkt stehen. Das liegt selten an zu wenig Erholung, sondern an Mustern, die im Hintergrund weiterlaufen: die Schwierigkeit, Grenzen zu setzen. Der Anspruch, verlässlich zu sein, koste es was es wolle. Die Angst, zu enttäuschen.
Genau daran arbeiten wir.
Therapie und Krankenstand schließen einander nicht aus – im Gegenteil. Viele beginnen während einer Auszeit, weil dann zum ersten Mal Zeit und Kraft dafür da ist. Ebenso viele arbeiten weiter und kommen einmal pro Woche. Beides ist möglich. Was für Sie passt, klären wir im Erstgespräch.
Praxis in Penzing
Burnout-Behandlung im 14. Bezirk, gut erreichbar im Westen Wiens.
Penzinger Straße 67/6
1140 Wien
+43 677 63996003
praxis@freund-psychotherapie.at
Mo–Fr, 08:00–18:00
Anfahrt
Mit U4 und S45, dazu mehrere Straßenbahn- und Buslinien. Route in Google Maps
Patient:innen kommen aus
Penzing, Hietzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, Breitensee, Hütteldorf und Purkersdorf.
Wirksamkeit psychoanalytisch orientierter Psychotherapie
Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie gehört zu den am längsten und gründlichsten untersuchten Behandlungsformen. Die Forschungslage zeigt, dass sie bei depressiven Beschwerden, Angsterkrankungen und stressbedingten Belastungen wirksam ist – in einer Größenordnung, die anderen anerkannten Verfahren entspricht.
Eine Beobachtung wiederholt sich dabei über verschiedene Untersuchungen hinweg: Die Wirkung hält nach dem Ende der Therapie nicht nur an, sie nimmt in manchen Fällen sogar noch zu. Das passt zu dem, was in einer solchen Behandlung geschieht. Wer verstanden hat, warum er immer wieder an denselben Punkt gerät, trägt dieses Verstehen weiter – auch dann, wenn die Therapie längst abgeschlossen ist.
Zum Thema Burnout im engeren Sinn ist die Studienlage dünner als etwa zu Depression oder Angststörungen. Das liegt daran, dass Burn-out keine eigenständige Diagnose ist, sondern ein Sammelbegriff. Gut untersucht sind jedoch die Beschwerden, die dahinterstehen – und eben dort setzt die Behandlung an.
Vincenz Freund
Psychotherapeut, Fachrichtung Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie. Ausbildung an der Wiener Psychoanalytischen Akademie, Masterstudium Psychotherapieforschung an der Medizinischen Universität Wien. Meine Arbeit begleite ich fortlaufend durch Supervision und regelmäßige Fortbildung.
Was Sie vor dem Erstgespräch wissen möchten
Ist Burnout dasselbe wie eine Depression?
Nein. Burn-out gilt nach der WHO-Klassifikation ICD-11 als arbeitsbezogenes Phänomen, nicht als eigenständige Erkrankung. Eine Depression ist ein Krankheitsbild mit eigenen diagnostischen Kriterien. Die Beschwerden überschneiden sich allerdings deutlich, und hinter einem vermuteten Burnout steckt nicht selten eine depressive Episode. Eine genaue Einordnung ist deshalb der erste Schritt.
Wie lange dauert eine Behandlung bei Burnout?
Das lässt sich seriös erst nach den ersten Gesprächen einschätzen. In der Regel sprechen wir über mehrere Monate bei einer Einheit pro Woche. Eine erste Entlastung tritt oft früher ein – die Muster, die zur Erschöpfung geführt haben, brauchen allerdings Zeit.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Nein. Meine Praxis ist eine Privatpraxis, eine Einheit kostet 100 Euro bei 45 Minuten. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist nicht möglich. Ein Kostenzuschuss durch Ihre Krankenkasse kann unter bestimmten Voraussetzungen infrage kommen – dazu informiere ich Sie gerne im Erstgespräch.
Was passiert im Erstgespräch?
Sie erzählen, was Sie herführt, in Ihrem Tempo. Ich höre zu, frage nach und sage Ihnen offen, wie ich Ihre Situation einschätze. Am Ende entscheiden Sie, ob Sie weitermachen möchten. Das Erstgespräch verpflichtet Sie zu nichts.
Erfährt mein Arbeitgeber von der Therapie?
Nein. Ich unterliege der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht gemäß § 15 Psychotherapiegesetz. Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung gebe ich keinerlei Informationen weiter – weder an Arbeitgeber noch an Angehörige oder Behörden.
Sollte ich vorher zur Ärztin oder zum Arzt?
Bei ausgeprägten körperlichen Beschwerden ist das sinnvoll. Anhaltende Erschöpfung kann organische Ursachen haben, etwa eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder einen Eisenmangel. Eine hausärztliche Abklärung schließt das aus. Sie können unabhängig davon jederzeit ein Erstgespräch vereinbaren.
Können Sie mich krankschreiben?
Nein. Eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung stellt ausschließlich eine Ärztin oder ein Arzt aus. Wenn Sie eine brauchen, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder an eine Fachärztin für Psychiatrie. Eine Psychotherapie können Sie unabhängig davon beginnen.
Kann ich Therapie machen, während ich weiterarbeite?
Ja, das ist der häufigere Fall. Die Termine liegen zwischen 08:00 und 18:00, eine Einheit dauert 45 Minuten. Viele legen sie an den Beginn oder das Ende des Arbeitstages.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Wenn aktuell Plätze frei sind, meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Rufen Sie an oder schreiben Sie mir – ich melde mich innerhalb von 24 Stunden zurück, auf Wunsch per Rückruf.
Freund-Psychotherapie, 1140 Wien
Aktuell freie Plätze für Erstgespräche
Sie müssen nicht wissen, wie Sie anfangen sollen. Ein erstes Gespräch genügt, um zu schauen, ob es passt.