Angststörungen verstehen: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Angst – Angststörungen: Diagnose nach ICD-10 Angst ist eine normale Reaktion des Körpers auf Bedrohungen. Doch wenn Ängste zur Belastung werden und das tägliche Leben beeinträchtigen, kann es sich um eine Angststörung handeln. Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) definiert Angststörungen als eine Gruppe von Erkrankungen, die durch übermäßige Angst und Sorge gekennzeichnet sind. Die Diagnose von Angststörungen erfolgt anhand bestimmter Kriterien.

Kriterien für die Diagnose von Angststörungen nach ICD-10:

Die Diagnose von Angststörungen basiert auf einer ausführlichen Untersuchung und Anamnese. Kriterien für die Diagnose einer Angststörung nach ICD-10 umfassen folgende:

  • Übermäßige Angst und Sorge, die unangemessen oder unverhältnismäßig sind, im Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung oder Belastung.
  • Die Symptome dauern mindestens sechs Monate an.
  • Beeinträchtigung der sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereiche des täglichen Lebens erheblich. 
  • Symptome können nicht auf den Einfluss von Substanzen, Medikamenten oder einer anderen körperlichen Erkrankung zurückgeführt werden.

Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, die sich in ihren Symptomen und Ursachen unterscheiden.

Arten von Angststörungen nach ICD-10:

ICD-10 unterscheidet verschiedene Arten von Angststörungen:

  • Panikstörung: Plötzliche und wiederkehrende Panikattacken, begleitet von körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwindel, Schweißausbrüchen und Atemnot.
  • Generalisierte Angststörung: Übermäßige und anhaltende Sorgen und Ängste, die nicht auf einen bestimmten Auslöser beschränkt sind.
  • Phobische Störungen: Übermäßige und anhaltende Angst vor bestimmten Situationen, Objekten oder Tieren.
  • Agoraphobie: Angst vor öffentlichen Plätzen oder Situationen, die schwer zu entkommen oder Hilfe zu bekommen sind.
  • Soziale Phobie: Angst vor sozialen Situationen oder Leistungen, begleitet von einer übermäßigen Selbstbeobachtung und Angst vor Ablehnung oder Kritik.
  • Zwangsstörung: Wiederkehrende Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen, die Angst verursachen und das tägliche Leben beeinträchtigen.

Überwinden Sie Ihre Ängste mit einer Psychotherapie

Ängste, Phobien und Panikattacken können das Leben stark beeinträchtigen und belasten. Doch es gibt einen Weg, um ihnen zu begegnen und sie zu überwinden. In einer professionellen therapeutischen Behandlung können die Ursachen der Angsterkrankung erforscht und bewältigt werden.

Eine Psychotherapie bietet Raum, um ein tiefes Verständnis für sich selbst und die eigenen Ängste zu entwickeln. Dabei wird die Entstehung der Angsterkrankung genauer betrachtet und verstanden. Gleichzeitig werden angstauslösende Situationen fokussiert, um zu lernen damit umzugehen. Es geht darum,  Vermeidungsverhalten abzubauen und einen entsprechenden Umgang mit der Angst zu erlangen. Oft steht die Angst vor der Angst und das damit verbundene Vermeidungsverhalten im Vordergrund. Eine Psychotherapie bietet hier professionelle Hilfe, um sich mit den Ängsten auseinanderzusetzen und sie schlussendlich zu bewältigen. Durch die Unterstützung können Betroffene ihre Ängste Schritt für Schritt überwinden und ein Selbstbestimmtes Leben ohne Angst führen.

Wenn auch Sie Ihre Ängste und Angstzustände bearbeiten möchten, können Sie sich gerne an mich wenden. In einem gemeinsamen Erstgespräch können wir abklären, ob mein psychotherapeutisches Angebot auch für Sie passend ist. Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.