angststörung psychotherapie

Verstehen, Diagnose und Behandlung von Angststörungen.

Was ist eine Angststörung?

Angststörungen sind intensive, lang anhaltende Angstzustände, die die psychische und soziale Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigen. Diese Ängste sind oft so intensiv, dass sie für Außenstehende schwer nachvollziehbar sind. Die Symptome einer Angststörung können von Person zu Person variieren, und es gibt verschiedene Arten von Angststörungen, darunter Generalisierte Angststörung (GAS), Panikstörung, soziale Angststörung, spezifische Phobien und mehr. Diese Störungen können das tägliche Leben erheblich beeinflussen und erhöhen das Risiko für Depressionen sowie Abhängigkeitserkrankungen wie Alkoholabhängigkeit.

Wo finde ich Hilfe bei einer Angststörung?

Wenn Sie unter starken Ängsten leiden, suchen Sie professionelle Hilfe. Kontakte zu Fachärzten für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder Kliniken können eine Anlaufstelle sein. Ihr Hausarzt kann Sie bei Bedarf gezielt an die richtigen Ansprechstellen verweisen.

Kontakt zu Selbsthilfegruppen: Selbsthilfegruppen | Gesundheitsportal

Diagnose einer Angststörung

Die Diagnose einer Angststörung erfordert eine gründliche Anamnese, bei der die Krankengeschichte, der Beginn und die Art der Ängste erfasst werden. Körperliche Ursachen müssen ausgeschlossen werden, und verschiedene Untersuchungen wie Blutbild, EKG und weitere können durchgeführt werden.

Benötigen Sie therapeutische Unterstützung bei der Bewältigung Ihrer Ängste und Angstzustände? Sie können mich gerne kontaktieren, und wir können in einem ersten Gespräch besprechen, ob meine psychotherapeutische Unterstützung für Sie geeignet ist.

Symptome einer Angststörung:

Die Symptome einer Angststörung können von Person zu Person variieren, und es gibt verschiedene Arten von Angststörungen, darunter Generalisierte Angststörung (GAS), Panikstörung, soziale Angststörung, spezifische Phobien und mehr. Hier sind jedoch einige allgemeine Symptome, die bei verschiedenen Arten von Angststörungen auftreten können:

  • Übermäßige Sorge und Angst: Personen mit einer Angststörung erleben oft anhaltende, übermäßige Sorgen und Ängste über verschiedene Aspekte ihres Lebens, auch wenn es keinen klaren Grund für diese Sorgen gibt.
  • Körperliche Symptome: Angst kann auch physische Symptome verursachen, wie z. B. Muskelverspannungen, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme.
  • Unruhe und Reizbarkeit: Menschen mit Angststörungen fühlen sich oft ruhelos, nervös oder gereizt.
  • Konzentrationsprobleme: Aufgrund der anhaltenden Sorgen und Ängste können Schwierigkeiten beim Konzentrieren und Abschließen von Aufgaben auftreten.
  • Schlafstörungen: Viele Menschen mit Angststörungen haben Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen. Sie können auch an intensiven Albträumen leiden.
  • Panikattacken: Einige Arten von Angststörungen, insbesondere die Panikstörung, können zu plötzlichen und intensiven Panikattacken führen, die von Symptomen wie Atemnot, Herzrasen, Zittern und Schwitzen begleitet werden können.
  • Vermeidungsverhalten: Um den angstauslösenden Situationen zu entgehen, können Menschen mit Angststörungen dazu neigen, bestimmte Orte oder Aktivitäten zu vermeiden.
  • Soziale Rückzug: Bei sozialen Angststörungen ziehen sich Betroffene oft aus sozialen Situationen zurück, um mögliche peinliche oder demütigende Erlebnisse zu vermeiden.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass eine genaue Diagnose und Behandlung von einem qualifizierten Gesundheitsdienstleister durchgeführt werden sollten. Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Anzeichen einer Angststörung zeigt, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Psychotherapie, Medikamente und andere Behandlungsansätze können effektiv sein, um mit Angststörungen umzugehen und diese zu verstehen.

Panikstörung - Panikattacken

Eine Panikstörung kann von wiederkehrenden und intensiven Panikattacken begleitet sein, die von überwältigenden Angstgefühlen und verschiedenen körperlichen Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen, Schwindel und übermäßigem Schwitzen begleitet werden. In manchen Fällen empfinden Betroffene die Attacken als ähnlich belastend wie eine Herzattacke oder als bedrohlich für ihr Leben. Wenn diese Panikattacken über einen Zeitraum von mindestens einem Monat hinweg anhalten und die Person in ständiger Angst vor erneuten Attacken lebt, wird oft von einer Panikstörung ausgegangen.

Es ist entscheidend, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen, da die Symptome meist nicht von alleine verschwinden. Unbehandelt können sie das Leben erheblich beeinträchtigen. Ähnlich wie bei Depressionen können unbehandelte Angststörungen zu schwerwiegenden Problemen führen, darunter Schwierigkeiten in Beziehungen und Familienverhältnissen, Herausforderungen bei der Arbeitssuche oder -erhaltung sowie das Risiko von Drogen- und Alkoholproblemen.

Kriterien für die Diagnose von Angststörungen nach ICD-10:

Angst – Angststörungen: Diagnose nach ICD-10 Angst ist eine normale Reaktion des Körpers auf Bedrohungen. Doch wenn Ängste zur Belastung werden und das tägliche Leben beeinträchtigen, kann es sich um eine Angststörung handeln. Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) definiert Angststörungen als eine Gruppe von Erkrankungen, die durch übermäßige Angst und Sorge gekennzeichnet sind. Die Diagnose von Angststörungen erfolgt anhand bestimmter Kriterien.

Die Diagnose von Angststörungen basiert auf einer ausführlichen Untersuchung und Anamnese. Kriterien für die Diagnose einer Angststörung nach ICD-10 umfassen folgende:

  • Übermäßige Angst und Sorge, die unangemessen oder unverhältnismäßig sind, im Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung oder Belastung.
  • Die Symptome dauern mindestens sechs Monate an.
  • Beeinträchtigung der sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereiche des täglichen Lebens erheblich. 
  • Symptome können nicht auf den Einfluss von Substanzen, Medikamenten oder einer anderen körperlichen Erkrankung zurückgeführt werden.

 

Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, die sich in ihren Symptomen und Ursachen unterscheiden.

Im ICD-10 werden verschiedene Arten von Angststörungen unterschieden:

  • Panikstörung: Plötzliche und wiederkehrende Panikattacken, begleitet von körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwindel, Schweißausbrüchen und Atemnot.
  • Generalisierte Angststörung: Übermäßige und anhaltende Sorgen und Ängste, die nicht auf einen bestimmten Auslöser beschränkt sind.
  • Phobische Störungen: Übermäßige und anhaltende Angst vor bestimmten Situationen, Objekten oder Tieren.
  • Agoraphobie: Angst vor öffentlichen Plätzen oder Situationen, die schwer zu entkommen oder Hilfe zu bekommen sind.
  • Soziale Phobie: Angst vor sozialen Situationen oder Leistungen, begleitet von einer übermäßigen Selbstbeobachtung und Angst vor Ablehnung oder Kritik.
  • Zwangsstörung: Wiederkehrende Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen, die Angst verursachen und das tägliche Leben beeinträchtigen.